Ein besonderer Tag voller Dankbarkeit, Gemeinschaft und gelebter Naturverbundenheit: An der MS Straßgang wurde gemeinsam Erntedank gefeiert.
Ein Höhepunkt der Feier war die symbolische Übergabe unseres Schulackers von der 2. Klasse an die 1. Klasse. Damit übernehmen die jüngeren Schülerinnen und Schüler nun die Verantwortung für den Acker und sorgen dafür, dass auch im kommenden Schuljahr wieder gemeinsam gesät, gepflegt und schließlich geerntet werden kann.
Im Anschluss wartete eine besondere Stärkung auf die Schulgemeinschaft: eine köstliche Kürbissuppe, zubereitet mit Kürbissen aus dem eigenen Schulgarten. So konnten die Schülerinnen und Schüler unmittelbar erleben, wie aus der gemeinsamen Arbeit im Garten schließlich eine Mahlzeit für die Gemeinschaft entsteht.
Ein herzliches Dankeschön gilt den Lehrerinnen Angelika Suppan und Katrin Schlatte, die das Erntedankfest mit viel Engagement organisiert und gestaltet haben.
Im Gespräch mit Angelika Suppan und Katrin Schlatte
Was bedeutet das Erntedankfest für unsere Schule?
Angelika Suppan: Das Erntedankfest bietet uns die Möglichkeit, gemeinsam innezuhalten und bewusst wahrzunehmen, was im Laufe des Jahres auf unserem Schulacker entstanden ist. Die Schülerinnen und Schüler erleben dabei, dass hinter Lebensmitteln viel Arbeit, Geduld und auch Verantwortung stecken.
Katrin Schlatte: Gleichzeitig steht das Fest für Gemeinschaft. Viele Schülerinnen und Schüler haben ihren Beitrag geleistet – vom Säen und Pflegen bis hin zur Ernte. Am Ende können wir gemeinsam sehen und schmecken, was durch Zusammenarbeit entstanden ist.
Warum ist die Übergabe des Schulackers von der 2. an die 1. Klasse so wichtig?
Angelika Suppan: Mit der Übergabe geben die älteren Schülerinnen und Schüler nicht nur den Acker weiter, sondern auch ihre Erfahrungen und ihre Verantwortung. Die erste Klasse übernimmt nun eine Aufgabe, die sie über einen längeren Zeitraum begleiten wird.
Katrin Schlatte: Dadurch entsteht eine schöne Tradition an unserer Schule. Jede Klasse hinterlässt etwas für die nächste und trägt dazu bei, dass der Schulacker langfristig ein lebendiger Lernort bleibt.
Was können Schülerinnen und Schüler durch die Arbeit im Schulgarten lernen?
Angelika Suppan: Im Garten wird vieles unmittelbar erfahrbar. Die Kinder und Jugendlichen beobachten, wie Pflanzen wachsen, was sie benötigen und wie sehr das Ergebnis von Pflege, Wetter und Geduld abhängt.
Katrin Schlatte: Darüber hinaus lernen sie, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten. Themen wie Nachhaltigkeit, Regionalität und ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln werden dadurch nicht nur im Unterricht besprochen, sondern praktisch erlebt.
Und wie schmeckt eine Kürbissuppe aus dem eigenen Schulgarten?
Angelika Suppan und Katrin Schlatte: Natürlich besonders gut – denn wenn man weiß, wo die Zutaten herkommen und wie viel gemeinsame Arbeit darin steckt, schmeckt das Ergebnis gleich noch besser.
Das Erntedankfest hat eindrucksvoll gezeigt, wie Naturerfahrung, gemeinsames Lernen und gelebte Schulgemeinschaft miteinander verbunden werden können. Wir freuen uns schon darauf zu sehen, was im kommenden Gartenjahr auf unserem Schulacker wachsen wird.








